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  • anditrautmann

Ugandischer ADAC

Am Samstag hatten wir unsere erste Panne. Etwa 10 Minuten nachdem wir gemeinsam mit zwei unsere deutschen Kollegen losgefahren waren, um ein Haus im Stadtteil Makindye anzuschauen – wir suchen gerade eine dauerhafte Bleibe für die nächsten Jahre – fing der Motor an zu stottern, die Batterielampe leuchtete auf und unser Auto blieb mitten auf der Entebbe Road stehen.


So etwas wie den ADAC oder einen anderen Pannendienst gibt es hier weit und breit nicht. Aber wir hatten ja die Telefonnummer von Ronald. Ronald ist der Besitzer der Autowerkstatt unseres Vertrauens. Und er kennt uns schon persönlich. Und den haben wir dann angerufen. Zum Glück kann man hier am Straßenrand so ziemlich alles shoppen und sich damit die Wartezeit vertreiben. Nach etwa einer Stunde, zumindest einem Sonnenbrand und zwei neuen Kleidern später, kamen zwei Automechaniker auf einem Boda Boda angefahren mit einer neuen Ersatzbatterie auf dem Gepäckträger. Inzwischen hatte unser Kollege auch sein Auto geholt, damit wir wieder etwas mobil waren und zumindest die Kinder aus der Sonne kamen.



Die Batterie wars dann doch nicht, sondern die Lichtmaschine. Einer der Mechaniker fuhr los um ein Ersatzteil zu holen und wir sind in die nahegelegene Mall in Stadtteil Lubowa gefahren, um in Ruhe etwas zu essen. Relativ bald kam uns die Idee, wir könnten ja vielleicht ein paar Häuser besichtigen, die uns ein Makler ein paar Tage vorher per Whatsapp vorgeschlagen hatte. Die erste Antwort des Maklers war, heute sei sein freier Tag. 30 Minuten später hat er uns dann doch im Restaurant abgeholt und wir konnten zwei Häuser besichtigen. Eines davon hat uns echt gut gefallen. Vielleicht wohnen wir ab Januar dort. Mal sehen.



Inzwischen war auch unser Auto repariert und in die Mall gebracht worden. Damit konnten wir weiterfahren und nun doch noch das Haus in Makindye anschauen. Statt wie geplant um 10 Uhr morgens waren wir halt um 2 Uhr nachmittags dort. Wobei in Uganda 14.47 Uhr halt immer noch zu 2 Uhr gehört. Irgendwann nach 5 waren wir dann endlich wieder zurück im Garden Court.



Geplant war eine Hausbesichtigung. Daraus wurden drei Hausbesichtigungen, zwei gekaufte Kleider, ein gemütliches Mittagessen und unser Auto läuft wieder. Am Ende des ereignisreichen Tages waren wir müde, aber auch irgendwie glücklich. Nichts war gelaufen wie geplant und gleichzeitig hatten wir mehr erreicht als gedacht.

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