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  • anditrautmann

Strommasten versus Termiten

Wir leben in Lubowa in einem Stadtviertel mit guter Infrastruktur. Fast alle Straßen sind geteert, es gibt Festnetzinternet, das Leitungswasser ist sehr sauber, Stromausfälle sind eher selten. Und falls sie vorkommen, werden sie meist innerhalb von 12 h behoben.

Trotzdem sieht das Stromnetz an manchen Stellen abenteuerlich aus. Bei manchen Strommasten kann man förmlich zusehen, wie die Neigung jede Woche zunimmt. Andere Masten sind von Termiten schon so zerfressen, dass sie nicht mehr tragfähig sind und ein Mast hängt schon in der Luft und wird weiter von Termiten zerkleinert.



Strukturen aus Holz sind aufgrund des Klimas und der Insekten in Uganda nicht für die Ewigkeit. Die Holzstäbe, an denen ich meine Tomaten und Himbeeren anbinde, muss ich fast halbjährlich austauschen.

Erstaunlich, wie stabil unser Stromnetz trotzdem meistens ist. Seit vorgestern sitzen wir allerdings im Dunkeln und unser Kühlschrank ist vollständig abgetaut. Bei einem kurzen Unwetter sind zwei Masten komplett umgefallen und weitere haben auch ziemlich gelitten.

Der Netzbetreiber ist allerdings recht gut erreichbar. Per App, Hotline oder auch direkt auf WhatsApp kann man seine Anfrage einreichen und Stromausfälle melden. Manchmal bekommt man auch eine Antwort. Dieses Mal gab es leider zu viele Ausfälle gleichzeitig. Hoffentlich läuft heute Abend unser Kühlschrank wieder. Dann können wir auch wieder Wäsche waschen und warm duschen.


Kurzes Update : Unser Kühlschrank läuft wieder. Wir konnten unsere Tiefkühlwaren bei Nachbarn unterbringen, die einen Generator besitzen. Die maroden Strommasten von den Fotos hängen etwas schräger. Ausgetauscht wurde auch nach vier Wochen noch keiner davon.

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