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  • anditrautmann

Nachhaltiger Kaffeeanbau


Wer uns kennt, weiß, dass wir Kaffee lieben. Bei der Gelegenheit unsere Kaffeeliebe und die Arbeit zu verbinden, musste ich also zugreifen. Uganda ist einer der größten Produzenten von Robustakaffee weltweit und es gibt kaum jemanden in Uganda, der nicht mit Kaffeeanbau zumindest indirekt zu tun hat oder einen Kaffeebauern in der Verwandtschaft hat. Gleichzeitig ist oft sehr wenig Wissen vorhanden und der weitaus größte Teil der Wertschöpfung findet nicht beim Bauern statt.

Gemeinsam mit einem Kollegen, der als Berater im Bereich Agroforrestry mit der Ndejje University arbeitet, konnte ich einen mehrtägigen Workshop zum Thema Agroforestry und Kaffeeanbau organisieren und durchführen. Das war einer meiner persönlichen Highlights.

Stattgefunden hat der Workshop auf einem Stück Land der Ndejje Universität, auf dem eine Musterfläche für nachhaltige, biologische Wald- und Landwirtschaft entsteht.


Musteranbaufläche mit medizinischem Kräutergarten, Kompostieranlage, Baumschule und Schulungszentrum


An drei Tagen gab es einen Querschnitt zu Themen wie Nährstoffkreislauf, Nutzen von Leguminosen bei der Bodenverbesserung, Kompostierung, Mischkulturen, Kaffeeanbau und dessen Wertschöpfung. Auch die über 30 Teilnehmer waren eine Mischung aus Dozenten, Lehrern, Studenten und Bauern aus dem Umland.


Der für mich spannendste Teil war natürlich die Verarbeitung von Kaffee von der Pflanze bis zur Tasse nachzuvollziehen und mitzuerleben:


Vom Pflanzen der Setzlinge bis zur ersten Ernte kann drei bis fünf Jahre dauern


Die geernteten Kaffeekirschen werden von Hand nach Reifegrad sortiert


Die Kirschhaut und Pulpe wird entfernt, in diesem Fall durch waschen und erneutem Aussortieren der Kirschhautreste.


Die verbleibenden Kaffeebohnen werden auf Sieben getrocknet und anschließend geröstet.


Dabei löst sich die Silberhaut, die durch Pusten entfernt wird. Gemahlen wird von Hand.


Das Tasting darf nicht ausbleiben.


Als Kaffeeexperten hatten wir Joel Kaburu eingeladen, den wir bei einem Ausflug nach Sipi kennenlernten. Er arbeitet nebenbei als Touristenführer und baut besten Arabica-Kaffee auf den Hängen des Mount Elgon an. Man findet ihn übrigens auch auf Youtube in einem sehr spannenden Beitrag über eine bestimmte Aufbereitungsart von Kaffee: Honey Processed Coffee Den Drehort der Dokumentation haben wir als Familie auch schon besucht. Wenn ich Zeit finde, mache ich dazu auch mal noch einen Artikel.




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